Kork Museum

Das Kork Museum liegt im Zentrum von Calangianus, in einem schönen, historischen Gebäudekomplex aus dem 18. Jahrhundert, zu dem auch ein  ehemaliges Franziskanerkloster und die Kirche „Santa Maria degli Angeli“ gehören.

Die antike Konstruktion aus Granit wurde im 18. Jahrhundert von den Mönchen gebaut. 1866, als die Beziehungen zwischen der Kirche und dem Staat auf Grund der Macht des Kirchenstaats angespannt waren, wurden die Mönche jedoch aus dem Kloster vertrieben.

Im Anschluss daran, wurde ein Teil der Provinz von Sassari abgetreten, die es als Kaserne für die Königswache benutzte, während ein anderer Teil von der Gemeinde als Schule und Gefängnis benutzt wurde.

Noch heute, kann man in der Mitte des Klosters den Brunnen bewundern, der in der Vergangenheit von der Bevölkerung für den alltäglichen Bedarf benutzt wurde.

Während des ersten und zweiten Weltkriegs, wurde die Kirche von den Soldaten besetzt, die sie in einem fürchterlichen  Zustand zurückliessen.

1946 wurde dank eines Komitees Geld in  der Bevölkerung gesammelt um die Kirche mit Fresken des mailänden Malers Carlo Armanni zu verschönern, der Szenen aus dem Leben des Heiligen Franz von Assisi malte.

Das Museum wurde im Juli 2011 eingeweiht, aber  erst im Mai 2012 eröffnet. Es wird von der touristisch-kulturellen Vereinigung „Contiamoci“ geleitet, die sich auch um die Ausstattung gekümmert hat.

Das Gebäude hat zwei Stockwerke:  im Erdgeschoss, in den charakteristischen Zellen wo die Mönche wohnten, sind die alten Maschinen und Werkzeuge für  die Verarbeitung des Korks ausgestellt. Der Saal im ersten Stock beherbergt eine multimediale Sektion: in Videos werden die Phasen der Verarbeitung des Korks von der Extraktion aus der Eiche bis zum fertigen Korken gezeigt. Ein anderer Saal dient als Tagungsraum und  didaktisches Labor für Kinder.

Führer begleiten die Besucher durch das Museum und erklären alle Verarbeitungs-Phasen und Maschinen. Im Museum gibt es auch einen Souvenir-Shop, wo man Objekte aus Kork und Erzeugnisse des lokalen Kunsthandwerks erstehen kann.

 

Nur wenige Kilometer ausserhalb des Dorfes, der Staatsstrasse 127 Calangianus – Tempio folgend, biegt man links ab und geht weiter auf einem beeindruckenden Wanderweg, inmitten Granitmassen und jahrhundert alte Eichenwälder. Nach Überqueren der Holzbrücke über dem Rio Badumela, gelangt man zur archäologischen Stätte “Monti di Deu” (Gottesberg) wo man das imposante und majestätische Gigantengrab “Pascareddha” bestaunen kann.

Das Grab, das aus der Bronzezeit stammt, wurde zwischen dem 15.  und 10. Jahrhundert v.Chr. benutzt. Charakteristisch für dieses majestätische Bauwerk ist die zentrale Stele, an deren Seiten sich je neun Monolithen reihen. Die Stele ist 2.30 m breit, und obwohl der oberste Teil im Lauf der letzten Jahrhunderte abgetragen wurde, hat sie fast nichts von ihrer ursprünglichen Grösse eingebüsst. Intakt ist noch der Erd- und Steinwall, der den Körper des Grabes bildet. Aktuell sind nur die zwölf Granitplatten, die den über 13 Meter langen gemauerten Korridor des Grabes decken, sichtbar.

Das Grab kam 1997, anlässlich von Ausgrabungen unter der Führung der Professorin Angela Antona, zu Tage.

 

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